Photovoltaik - Fragen & Antworten/FAQ
Photovoltaik
Photovoltaik bedeutet im Groben, dass die Sonnenenergie in elektrische
Spannung umgewandelt wird. Die PV-Module auf dem Dach fangen die Sonnenenergie ein und werden durch die
Wechselrichter in Gleichstrom auf Wechselstrom umgewandelt. Der Wechselstrom wird dann in das Netz Ihres Energieanbieters eingespeist.
Photovoltaik-Module und Sonnenkollektoren
Photovoltaik-Module - sehr oft mit PV-Module abgekürzt - gewinnen Energie aus Sonnenstrahlen. Sonnenkollektoren hingegen - oft Kollektor genannt - setzen Strahlungsenergie in Wassererwärmung um.
Wirkungsgrad
Der
Wirkungsgrad beschreibt das Verhältnis der Strahlungsenergie der Sonne zur erzeugten Energie des Solarmodules. Über 50% gehen durch die Reflexion verloren, die Leiterbahnen, Wärmeverluste etc. Ein gutes
Modul sollte einen Wirkungsgrad zwischen 12-15% haben.
Dünnschicht-, monokristalline- und polykristalline-Module
Auf dem Markt werden Dünnschicht-, monokristalline- und polykristalline-Module angeboten. Oft scheint es so, dass die Dünnschicht-Module ein gutes Angebot wären, doch Vorsicht! Die Lebensdauer von Dünnschicht-Modulen ist fraglich, oft steigen diese schon nach 10 Jahren aus und somit ist die scheinbare günstige Lösung, doch die Teurere. Die Energieausbeute der Dünnschicht-Module ist sehr gering im Vergleich zu
mono- und polykristallinen-Modulen. Die meisten Anlagen werden mit mono- und polykristallinen-Modulen gebaut, da hier der Wirkungsgrad und die Energieausbeute am höchsten ist.
Voraussetzungen für eine PV-Anlage
Ihre Dachfläche sollte idealerweise Richtung Süden, alternativ Süd-Ost bis Süd-West, ausgerichtet sein und eine Neigung von 10-60 Grad haben. Die Dachfläche sollte wenig Schatten durch Antennen, andere Häuser, Bäume etc. aufweisen. Für Flachdächer gibt es eine Aufständerung, die einen geeigneten Winkel der Module realisieren lässt. Ebenso ist eine Montage an der Fassade möglich, allerdings ist mit einer Ertragseinbuße von bis zu 25% rechnen. Gerne überprüfen wir kostenlos für Sie, ob sich eine PV-Anlage rentiert und erstellen Ihnen ein
unverbindliches Angebot.
Strom selbst nutzen / Strom nur in Netz meines Energieanbieters einspeisen
Sie haben zwei Möglichkeiten Ihre Photovoltaikanlage zu nutzen. Möglichkeit 1 ist, die gewonnene Energie für den Eigenverbrauch einzusetzen. Energie, die zu viel ist und nicht genutzt wird, wird in das Netz des Energie-Versorgungs-Unternehmen (EVU) gespeist und entsprechend vergütet. Möglichkeit 2 besteht darin, die gewonnene Energie direkt in das Netz des Energieanbieters zu speisen und sich die eingespeiste Leistung vergüten zu lassen.
Baugenehmigung ja/nein?
Für Photovoltaikanlagen auf dem Dach, in der Fassade oder aufgeständert auf einem Flachdach, sind keine Baugenehmigungen erforderlich. Eine Baugenehmigung benötigen Sie in der Regel nur, wenn Denkmäler in der Nähe sind oder bei dem Objekt sich selbst um ein Denkmal handelt. Für Freiflächen gelten der Flächennutzungsplan, der Bebauungsplan bzw. die Baugenehmigung als Rahmenbedingung.
Was bringt eine Anlage pro Jahr ein?
Diese Frage kann nur grob beantwortet werden, da die letztendliche Leistung von mehreren Faktoren (
siehe Voraussetzungen für eine PV-Anlage ) abhängt. Über den Daumen kann mit folgenden Größen gerechnet werden:
- Norddeutschland 700-800 kWh/kWp pro Jahr
- Mitteldeutschland: 800-900 kWh/kWp pro Jahr
- Süddeutschland: 900-950 kWh/kWp pro Jahr
Die Vergütungssätze nach
EEG liegen zum heutigen Stand (April 2012) bei:
| bis | 10 kW | 19,50 Cent/kWh | |
| bis | 1.000 kW | 16,50 Cent/kWh |
| ab | 1.000 kW | 13,50 Cent/kWh |
Alle Angaben zum EEG unter Vorbehalt möglicher Änderungen im Zuge der Verabschiedung im Bundesrat am 11. Mai 2012.
Lebensdauer von Modulen und Wechselrichtern
Auf unsere Auria- und Hyundai-Module gibt es eine Leistungsgarantie von 25 Jahren. Die genauen Bestimmungen erfahren Sie in den Garantie-Hinweisen. I.d.R. liegt die Anlagenlebensdauer bei 35-40 Jahren. Die Photovoltaik-Module arbeiten nahezu unbegrenzt, verlieren nur im Laufe der Jahre geringfügig an Leistung. Auf Grund von Erfahrungs- und Testwerten reduziert sich die Leistung in 20 Jahren zwischen 15 und 20%. Darüber hinaus liegt die Leistungsreduktion vom 20-35 Lebensjahr nochmals zwischen 4-8%.
Modul-Reinigung/-Prüfung
Die Module besitzen dank Modulneigung ≥ 7° einen Selbstreinigungseffekt - Schmutz wird vom Regen abgespült. Allenfalls herunterfallendes Laub sollte schnellstmöglich entfernt werden. Die installierten Module sollten alle 5 Jahre geprüft werden.
Photovoltaikanlagen-Wartung
Bei einer installierten PV-Anlage existieren keine wartungsintensiven Bauteile, daher ist im Allgemeinen keine intensive Wartung notwendig. Zu empfehlen ist eine Überprüfung im Frühling. Evtl. Ausfälle können durch die Datenkontrolle (mit Datenlogger) erfasst bzw. schnell erkannt werden.
Modul-Stabilität/-Bauweise
Die Module haben ein gehärtetes Glas, wodurch eine sehr hohe Stabilität (Hagel etc.) gewährleistet ist.
Fördermittel für Photovoltaikanlagen
Informationen zur Förderung finden Sie im Internet unter
http://www.energiefoerderung.info. Gerne stehen wir Ihnen auch zur Seite, was das Thema Förderung betrifft. Sollten Sie Interesse an einer Finanzierung haben, sprechen Sie uns an.
Jährliche Kosten einer Photovoltaikanlage
Jährliche Kosten fallen in Form der Versicherung an. Hier sollten Sie mit ca. 10-30 Euro pro
kWp pro Jahr rechnen. Für die empfohlene Wartung alle 5 Jahre, sollten Sie ebenfalls pro Jahr einen Betrag x zur Seite legen. Evtl. fällt dann noch eine Zählermiete von Ihrem Energieanbieter an. Wir empfehlen unseren Kunden ebenfalls 1-2% des ursprünglichen Investitionsaufwandes als eine jährliche Rückstellung auf einem Sperrkonto zu hinterlegen. Dadurch ist gewährleistet, dass bei einem Wechselrichter-Ausfall mit der Rückstellung die evtl. Reparatur bezahlt werden kann.